Das Abenteuer mit der Rute ruft

Unberührte Natur und vielfältige Fischarten: Auf der Aqua-Fisch gibt es auch Tipps zu Angelreisen

Die einen hegen und pflegen ihre Flossenträger hinter Glas, die anderen wollen sie fangen und auf den Tisch bringen. Angeln ist nach wie vor populär – ob auf eigene Faust oder mit Unterstützung von Profis. Traumziel für Meeresangler ist Norwegen. Fliegenfischer müssen nicht so weit reisen, sie finden ideale Bedingungen zum Beispiel an der Argen im Raum Allgäu-Oberschwaben. Wer sich für Angelreisen interessiert, wird auf der Aqua-Fisch in Friedrichshafen vom 8. bis 10. März 2019 von Experten bestens beraten.

Sie stehen an wilden Flüssen und an stillen Seen, halten Ausschau nach Fried- oder Raubfischen und Saiblingen. Sie suchen das Abenteuer mit der Rute auf dem Meer und an der Küste, fangen Lachs, Dorsch und Heilbutt. Angler sind oft stunden-, tage- oder wochenlang unterwegs – zum Entspannen und Abschalten, aber auch in freudiger Erwartung, was der Haken so hergibt. Ein perfekter Urlaubsangelort ist Norwegen. „Hier ruft das Abenteuer in der unberührten Natur und die Vielfalt an Fischarten ist enorm“, sagt Meeresangelprofi Torsten Ahrens, der auf der internationalen Messe in Friedrichshafen über Angelreisen in skandinavischen Gewässern informiert. Beliebt ist das Lachsangeln in Norwegen, aber auch das Küsten- und Meeresangeln. Bis zu 15 verschiedene Arten von Meeresfischen tummeln sich dort im tiefblauen Wasser.

Eines der schönsten Gebiete für das Fischen im Meer sind die Lofoten. Die Inselgruppe im Norden des Landes ist besonders für den Dorschfang bekannt. Prachtexemplare von bis zu 40 Kilogramm beißen dort laut Ahrens an. Das Angeln ist in Norwegen während des gesamten Jahres möglich, die Monate Januar bis April gelten auf den Lofoten als ideal. „Allerdings sollte man ausreichend warme Kleidung einpacken, da in Nordnorwegen auch Ende März noch tiefster Winter herrscht“, erklärt Ahrens. Meeresangeln in Norwegen hat abgesehen vom Naturerlebnis einen großen Vorteil: „Man braucht dafür keinen Angelschein“, sagt der 58-jährige Experte. Mit Blick auf die große Entfernung empfehlen sich organisierte Angelreisen inklusive Flug – nicht nur, weil man so entspannt anreist, sondern auch, weil sich die Veranstalter vor Ort auskennen. Denn mit dem Klimawandel haben sich die Bedingungen geändert. So ziehen immer mehr Fischschwärme aufgrund des großen Nahrungsangebots an der Küste und in den Fjorden entlang. Torsten Ahrens erklärt: „Noch wichtiger aber ist die Sicherheit: Auf geführten Angeltouren wird dafür gesorgt, dass die Boote in Topzustand sind und die Gäste gut vorbereitet in See stechen.“ Die Wohnungen oder Häuser der Ferienanlagen besitzen durchweg einen guten Standard und liegen in direkter Wassernähe – fast immer mit Meerblick. „Zudem finden sich vor Ort Filetierräume und Tiefkühltruhen zum Einfrieren des Fangs.“ Zwar wird die Nachhaltigkeit beim Angeln auf See in Norwegen großgeschrieben – sprich, jeder darf nur für den persönlichen Bedarf fischen – aber es ist erlaubt, bis zu 20 Kilogramm Fisch pro Person auszuführen.

Nachhaltigkeit steht auch für das Allgäuer Terrassenhotel in Isny an erster Stelle. Das Haus gehört auf der Aqua-Fisch zu den Anbietern für heimischen Angeltourismus. Denn zur Hotelanlage gehört ein 30 Kilometer langes Stück an der unteren Argen, die gleich hinterm Haus entlangfließt. „Fliegenfischer finden dort Bachforellen, Regenbogenforellen, Bachsaiblinge, Seeforellen und Äschen“, sagt Rezeptionsleiterin Rebecca Würzer – also alles, was Anglerherzen höher schlagen lässt. Trotzdem darf jeder Fliegenfischer nur ein Exemplar pro Tag aus dem Wildwasser behalten, das dann vom Hotelkoch abends je nach Wunsch zubereitet wird.

Zum Fischen an der Argen kann der Gast problemlos allein losziehen. Allerdings ist ein Angelschein Pflicht. Angelkarten bietet das Terrassenhotel an, auf Wunsch wird auch ein ortskundiger Guide gestellt. Die Saison in der Alpenregion dauert von Anfang März bis Ende September. „Die besten Monate sind April und Mai, weil es da noch nicht so warm ist“, meint Rebecca Würzer. Denn Fliegenfischer sind ja mit Gummistiefeln und Wathose bis unter die Achseln im Fließgewässer unterwegs. Bei sommerlichen Temperaturen ist so eine Montur dann schnell lästig. Auch das Terrassenhotel bietet wie die Anlagen in Norwegen einen guten Standard, Teile des Gebäudes wurden jetzt über den Winter frisch renoviert. Dem Abenteuer vor imposanter Bergkulisse steht also nichts mehr im Weg.